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Das Internationale Jahr des Lichts 2015 war für über 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die über Prozesse mit Lichtbeteiligung forschen, ein Anlass, über Kontexte und Anwendungen ihrer Forschung zu berichten. So entstand ein facettenreiches Kaleidoskop mit 53 Beiträgen, die unter https://www.aktuelle-wochenschau.de/main-navi/archiv/chemie-und-licht-2015.html als Übersicht zur Verfügung stehen und von dort einzeln aufgerufen werden können. Der Beitrag des GDCh-Geschäftsführers Prof. Dr. Wolfram Koch, gibt folgende Ausschau auf die komplette Wochenschau des Jahres 2015:

GDCh - Wochenschau
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Jeder, der sich näher mit Chemie befasst, weiß, wie viel Chemie und Licht miteinander zu tun haben. Die Sonnenenergienutzung möge als zentrales Beispiel gelten; denn in Pflanzen regt das Sonnenlicht den komplexen Vorgang der Photosynthese an, an dem bis heute intensiv geforscht wird, und in die Forschung eingebunden sind jede Menge Chemiker und Chemikerinnen. Sie sind es auch, die sich an der Artifiziellen Photo­synthese versuchen, grob gesprochen, der künstlichen Nachahmung des grünen Blatts. Eine einfachere Technik, die es mittlerweile zur vielfachen Anwendung gebracht hat, ist die Solarzelle – allgegenwärtig auf Dächern und Feldern, und ihre Materialien, die in der Lichtkonversion immer effizienter werden, werden (nicht nur, aber doch) in hohem Maße von Chemikerinnen und Chemikern entwickelt. Das gilt für viele weitere Materialien, nicht nur für die, die in der Solarthermie eingesetzt werden, oder für Nanomaterialien in Sonnenschutzmitteln (die pflegenden Inhalte darin sind auch „Chemie“). Das gilt auch für Leuchtmittel, wo die Light Emitting Diodes (LEDs) und ihre organischen Vertreter (OLEDs) die Beleuchtungstechnik revolutionierten. Lumineszierende Stoffe stellt auch die Natur auf chemischem Wege her, man denke nur an die Glühwürmchen. Und warum kann der Mensch überhaupt so viele Farben sehen, während „nachts alle Katzen grau sind“.

Zitat übernommen mit Genehmigung von Prof. Dr. Wolfram Koch